Maria Ausstellung 22.11.2015

Reiche Ausstellung mit Konzert – Maria gewidmet 

Wolfwil Wiederum eine vielbeachtete Ausstellung einheimischer Aussteller                                     

Gross wurde und wird noch heute Maria in den Familien verehrt. Das zeigte die Ausstellung übers Wochenende am Marien-Wallfahrtsort Wolfwil: eine rege besuchte Ausstellung von Marien-Darstellungen aus Wolfwiler und Gäuer Stuben.  

Bilder, umrahmt von Musikklängen

Pfarrer Urs-Beat Fringeli wies bei der Eröffnung auf die Vielfalt hin, auf die enge Beziehung von Mutter und Kind, aber auch auf die verschiedenen Ausdrucksformen der Künstler aus vielen Jahrhunderten.

Mit beschaulichen, und doch lebendig und frohgemut vorgetragenen Klavierstücken trug Lyudmyla Hunziker von Balsthal zur Eröffnung bei. Und Patricia Gisler stellte die reiche Auswahl an geliehenen Bildern, Ikonen, Heiligenbildchen, Buchillustrationen und Statuen vor.  

Prägende Begegnungen ...

Ernst Jäggi von Härkingen wusste von einer aussergewöhnlichen Begebenheit als Jungmann zu berichten. Noch heute verwendet Ernst Jäggi viel Freizeit darauf, modern gestaltete Marien-Reliefs und ganze Kreuzigungs-Stationen zu schnitzen, aber auch Holzkreuze in andere Kontinente zu liefern.

Auch Statuen aus andern Ländern und Kontinenten fanden den Weg in die Wolfwiler Ausstellung, so aus Lourdes, aus Fatima, sogar aus dem ehemaligen Belgisch Kongo in Elfenbein geschnitzt, oder etwa Bilder aus Medjugorje in Bosnien-Herzegowina. Unter den Ikonen konnten Originale ausgemacht werden, so ganz eindrücklich die Schwarze Madonna der Polen aus dem Wallfahrtsort in Tschenstochau. Pfarrer Kazimierz Walkowjak schenkte sie der Pfarrgemeinde Wolfwil, wo sie nun ihren Platz in der Gnadenkapelle gefunden hat, dem Wolfwiler Gnadenbild gegenüber.

Die älteren Besucherinnen und Besucher erzählten sie sich von Gottesdiensten, Prozessionen – auch die Wolfwiler Prozessions-Madonna war zu sehen - , von „Wandermarien“, die von Haus zu Haus weitergereicht wurden. Diejenige von Wolfwil wurde in einem Estrich wieder entdeckt!  

... und ein Konzert zu Ehren Mariens

Den Abschluss bildete ein besonders feines und auf die Ausstellung abgestimmtes  Orgelkonzert mit Sopran-Gesang am Sonntagabend, bestritten vom Wolfwiler Organisten Georg Hafner (Zürich) und der Sängerin Verena Krause (Basel). Auch auswärtige Konzertbesucherinnen und Besucher waren ergriffen von den französischen Marien- und Weihnachtsliedern (Noëls) aus fünf Jahrhunderten.

Mit dem heiteren Noël Suisse „Il est un petit ange“ – in a-moll! - von Claude-Bénigne Balbastre (1724-1799) entliess Organist Hafner die Besucher in die bevorstehende Adventszeit. Doch als schönste Dreingabe sang Verena Krause noch das „Zückerchen“ aller Marienlieder: das immer ergreifende „Ave Maria“ von Franz Schubert. Die Zuhörer dankten beiden Interpreten mit herzlichem Applaus und einem grossen Zustupf für die nächste Ministrantenreise nach Rom. Und Patricia Gislers warme Kürbissuppe sorgte zum Schluss für das leibliche Wohl der zahlreichen Konzertbesucher.

Ausstellung und Konzert erfreuten allseits. In Wolfwil ist die Seelsorge, auch fürs Gemüt, in guten Händen. 

Erich Schenker-von Felten

Weitere Impressionen: